Zwei-Etagen Bodenhaltungsstall

Die Familie Huiskes in Zuidwolde (die Niederlande) hat den zweiten Durchgang in deren Zwei-Etagen Legehennenstall mit Bodenhaltung abgeschlossen. In 2003 hat die Familie mit Hilfe der Installationsfirma Agrotechniek, der Wiederverkäufer für Jansen Poultry Equipment, den neuen Stall eingerichtet. Ursprünglich war der Stall eingerichtet mit Aufzuchtbatterien. Die alte Einrichtung müsste aber ausgetauscht werden und der Käfigaufzucht war wenig lukrativ.  

Weil man man auf dem Betrieb sonst noch ein Stall mit Aufzuchtkäfigen hat, war die Wahl an passenden Systemen etwas beschränkt. Durch die Realisierung einer Bodenhaltungsstall konnte man die eigene Aufzuchthennen einsetzten und wurde man weniger abhängig von der Aufzucht.

Vor drei Jahren wurde der Käfig mit bestimmten Anpassungen noch genehmigt. In den letzten 3 Jahren hat sich aber vieles geändert mit Bezug auf den Richtlinien und Anförderungen, womit man zu rechnen hat. Eine langfristige Planung ist deswegen sehr schwierig. 

Der Stall ist 20,6 x 66 Meter und ist eingerichtet mit 2 Reihen 2-Etage Legenester und 2,0 Meter Kotgruben mit Kotbänder. Die Anlagen hat man grossenteils selber installiert. Ein wichtiger Grund für die Einrichtung mit Bodenhaltung war auch den guten Übersicht über die Tieren und die Anlagen im Stall und die angenehmen Arbeitsumständen.  

Am Anfang jeder Durchgang werden die Tieren während 4 Tage nachts auf den Rosten eingesperrt, nicht länger. Wichtig ist dass die Hennen sich schnell an die Anlage gewöhnen, was später von Vorteil ist. Die Ergebnisse sind wirklich gut. Die Wasserversorgung hat im Anfang was Problemen gegeben, weil in der Aufzuchtanlage andere Tränken verwendet wurden. Nachdem man jeder 4. Nippel ausgetauscht hat gegen ein Nippel mit grösserer Wasserabgabe, war das Problem schnell gelöst. Die Wasseraufnahme war erheblich höher und demzufolge war auch die Futteraufnahme besser. Die Futterverwertung liegt bei 2,08, was für Legehennen sehr gut ist.  Die Problemen haben etwas Legeleistung gekostet, aber weil man zeitig Massnahmen getroffen hat war das schnell vorbei. Der 2. Durchgang waren die Ergebnissen besser. Die Federn bleiben gut und es gibt kaum Kannibalismus.

Obwohl auch die Volierensystemen Vorteilen haben, meint Herr Huiskes dass er damals einen guten Wahl gemacht hat. Die Investierungskosten pro Huhn sind vielleicht etwas höher, aber das System gefällt gut und passt genau in der gesamten Betriebsführung. Wichtig ist dass sehr wenig Bodeneier gesammelt werden. Die Tiere sind jetzt 63 Wochen, die Legeleistung liegt noch über 85% und es werden nicht mehr als 30 Bodeneier gesammelt. Im Stall wurden keine Stromdrähte installiert. Wenn man mit 20.000 Legehennen jeden Tag mit wenig Mühe 17.000 Eier sammelt darf man zufrieden sein. Die Eier werden mit dem Jansen Flexbelt zum Eiersammelraum transportiert, wo die mit einer Packmaschine weiter verarbeitet werden.