Weitermachen in einem Extensivierungsgebiet

Familie Van den Brandhof startet drieter Zweig: Hühnerhaltung 

In dem Gebiet Gelderse Vallei (im Zentrum der Niederlanden, Umgebung Barneveld) wird wiederum stark investiert. Die Geruchsbelastung im Gebiet verhinderte bis vor kurzem die Familie Van den Brandhof in Ederveen daran um ein nächster Betriebszweig: biologische Legehennen –wie üblig in diesem Gebiet- zu nehmen. Die Regio gilt als extensivierungsgebiet, das heisst dass die Umweltbelästigung reduziert werden muss. Aber die Familie will weiter machen.

Dikkie van den Brandhof in Ederveen, Frau von Henk und Mutter von Nachfolger Henk jr., hat viel Spass mit den Hühner. Seit Ende August 2006 haben sie 12.000 biologische Legehennen. ,,Es macht Spass und ist abwechselnd“, erzählt sie. ,,Ich kümmere mich mehr um den Hühnern und die Kühe. Henk versorgt die Schweine“. Wenn Sohn Henk frei ist hilft er auch auf dem Betrieb. Der vorgesehene Nachfolger besucht momentan noch die Agrarschule. Dikkie erzählt dass Sie versucht die Anzahl Bodeneier so gering wie möglich zu halten. Etwas später setzt auch Henk sich am Tisch.

Diese Woche ist es 6 Wochen her dass die normal gezüchtete Hennen im Volierensystem eingestallt wurden. Damit ist der Übergangsfrist von normalen auf Bio-Hühner vorbei. Van den Brandhof konnte letzte Woche die Bio-Eier gegen einen Mehrpreis verkaufen. Er hat dazu einen dreijährigen Kontrakt abgeschlossen. Der 4,8 Ha, grossen Auslauf ist schon umgeschaltet von normal auf biologisch: es darf seit letztes Jahr kein künstliche Dünger verwendet werden. Auch chemische Unkrautbekämpfung ist nicht mehr erlaubt. Die Kühe laufen jetzt auf dem 5,5 Hektar Grundstück neben dem Betrieb. Daneben hat man an der Überseite vom Verkehrsweg noch 8 Hektar und weiter weg noch 11 Ha.

Milchquotum kostet viel Geld

Die Hühner machen den dritten Zweig auf dem Betrieb Grenshoeve, auf der Grenze zwischen den Provinzen Utrecht und Gelderland. Wo die meisten Agrarbetriebe sich spezialisieren, wird das in die Gelderse Vallei wenig gemacht. Die Kombination Milchkühe und Legehennen wird oft gemacht, erzählt der Milchviehhalter. Van den Brandhof hat neben die Kühe noch 120 Sauen und 400 Mastschweine. Ein geschlossener Betrieb mit 800 bis 900 Mastschweine war nicht realisierbar. ,,Wir haben sieben Jahren versucht ein geschlossener Schweinenbetrieb zu bekommen, aber es ist uns bis auf höchster Instanz nicht gelungen die erforderlichen Genehmigungen zu bekommen. Wir haben darum der Knopf umgesetzt“.

Und wie war es mit einer Erweiterung in Richtung Milchkühe? ,,Het Milchquotum kostet viel Geld“, sagt er. ,,Und wie lange bleibt das Milchquotum noch, bis 2013 oder 2014? Kann man gegen diesen Preisen noch etwas verdienen???, stellt Van den Brandhof sich die Frage womit vielen Milchviehhalter kämpfen. ,,Es ist auch angenehm dass man nicht den ganzen Tag zwischen den Kühen läuft. Die Variation hat auch Vorteilen. Es ist aber notwendig dass man über die verschiedenen Sektoren gut informiert ist. In die Kot-Gesetzgebung ist aber keinen grossen Unterscheid.

Henk hatte schon Erfahrung mit Hühner weil sein Vater auch schon Hühner gehabt hat. Der Berater vom örtlichen Futterlieferant begleitet ihm gut. Eine gute Beratung ist ganz wichtig, aber die Hühner müssen es selber tun. Wichtig ist dass man zeitig sieht und spürt ob die Tiere gesund sind. Die Eierpreisen waren im letzten 1,5 Jahre nicht besonders gut. Henk meint aber dass die Eierpreisen für biologischen Eier akzeptabel waren. Sonst hätten wir auch keinen halben Millionen investiert”