Zwei Kottrocknungstunnel bei Familie Visch
Der Familienbetrieb Visch in ’t Harde im Zentrum der Niederlanden, hat einen Hühnerbetrieb mit 125.000 Legehennen. Daneben werden die 65 Hektar Ackerland bearbeitet. In 2001 hat man sich entschieden um die Verwendung der Hühnerkot von den Legebatterien anders zu organisieren. Die Ursache war dass die Absatzkosten für Nasskot in den Niederlanden sehr hoch sind. Der Absatz von Trockenkot ist leichter und billiger. Der Kot wurde gelagert in einem Kotkeller, wobei sich wie üblig jedesmal eine feste Menge auf den Boden festsetzt.
Der tägliche Arbeit macht Herr Visch zusammen mit seinem Sohn, der das Betrieb in Zukunft weiter führen wird. Die zwei Ställe mit Legehennen stehen neben einander. In der eine Stall sind 75.000 Legehennen, der Kot wird auf der Legebatterie vorgetrocknet. Im anderen Stall sind 50.000 Hennen auf Legebatterien ohne Vortrocknung. Damit der Kot von beiden Ställen gemischt wird und eine homogene Kotmenge entsteht, werden die beiden Ställen gleichzeitig entmistet und der Kot bis auf einer der beiden Trocknungstunnel transportiert. Die Trocknungstunnel stehen in einem Raum zwischen den beiden Ställen. Der Kot wird getrocknet bis einem Trockengehalt von etwa 85%. Die Lüftung für die Trocknungstunnel war leicht zu realisieren. Der Luft von einige der vorhandenen Ventilatoren wird dafür verwendet.
Jeder Morgen werden die Kotbänder automatisch gestartet. Die Bänder laufen dann eine halbe Stunde, sodass jeden Tag nur ein Teil der Kot zugeführt und abtransportiert wird. Vorteil ist dass die Anlage dann noch gegen Nachttarif läuft, wodurch die Stromkosten geringer sind. Durch die beiden Trocknungstunnel haben sich die Kosten für den Kotabsatz stark reduziert. Früher lagen die Absatzkosten bei etwa € 90.000 und jetzt liegen die bei € 15.000.